Dual studieren in Ostbelgien: Neues Kooperationsabkommen stärkt die Zusammenarbeit

Wer in Ostbelgien einen dualen Bachelorstudiengang in Buchhaltung oder Public and Business Administration absolviert, verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Ausbildung in einem Betrieb. Seit dem 1. September 2026 bildet ein neues Kooperationsabkommen die Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Hochschule Ostbelgien (AHS), dem Institut für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen (IAWM), dem Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands (ZAWM) und der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die neue Vereinbarung ersetzt das bisherige Abkommen aus dem Jahr 2012.

Dual studieren in Ostbelgien: Neues Kooperationsabkommen stärkt die Zusammenarbeit

Wer in Ostbelgien einen dualen Bachelorstudiengang in Buchhaltung oder Public and Business Administration absolviert, verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Ausbildung in einem Betrieb. Seit dem 1. September 2026 bildet ein neues Kooperationsabkommen die Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Hochschule Ostbelgien (AHS), dem Institut für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen (IAWM), dem Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands (ZAWM) und der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die neue Vereinbarung ersetzt das bisherige Abkommen aus dem Jahr 2012.

Klare Zuständigkeiten für ein duales Studium

Ein duales Studium lebt vom Zusammenspiel verschiedener Partner. Das neue Abkommen schafft dabei klare Zuständigkeiten und verlässliche Abläufe für Studierende und Ausbildungsbetriebe.

Der Fachunterricht der dualen Bachelorstudiengänge findet am ZAWM statt. Das ZAWM ist für die Organisation des Unterrichts und die Auswahl der Dozierenden zuständig. Die Studierenden sind sowohl an der AHS als auch am ZAWM eingeschrieben.

Das IAWM begleitet die Studierenden und ihre Ausbildungsbetriebe während der gesamten Ausbildungszeit. Es erstellt die Studienprogramme und die jährliche Studienordnung und kümmert sich um die organisatorischen Fragen rund um die Ausbildung im Betrieb. Der Zugang zum Studium ist neben dem Meistervolontariatsvertrag auch über einen Arbeitsvertrag möglich.

Die AHS übernimmt insbesondere die hochschulischen Aufgaben: Sie führt den Vorsitz der Prüfungsausschüsse, erstellt die Zeugnisse und verleiht das Bachelordiplom.

„Die dualen Bachelorstudiengänge verlangen ein enges Zusammenspiel der beteiligten Einrichtungen. Das neue Abkommen schafft dafür klare Strukturen und sorgt dafür, dass Studierende und Betriebe sich auf verlässliche Abläufe verlassen können“, erklärt Unterrichts- und Ausbildungsminister Jérôme Franssen.

Studieren, Berufserfahrung sammeln und in der Region bleiben

Duale Studiengänge bieten jungen Menschen die Möglichkeit, ein Hochschulstudium mit konkreter Berufserfahrung zu verbinden. Gleichzeitig profitieren die Ausbildungsbetriebe davon, zukünftige Fachkräfte frühzeitig kennenzulernen und gezielt für den eigenen Bedarf auszubilden.

„Junge Menschen können in Ostbelgien studieren, gleichzeitig Berufserfahrung in einem Betrieb sammeln und bleiben so der Region erhalten. Die Unternehmen bilden ihre Fachkräfte von morgen selbst mit aus und sichern sich so qualifizierten Nachwuchs“, so Minister Franssen.

Um die Zusammenarbeit auch langfristig weiterzuentwickeln, wird ein gemeinsamer Begleitausschuss mit Vertretern aller Partner mindestens zweimal jährlich zusammenkommen. Er begleitet unter anderem die pädagogische Zusammenarbeit und die angestrebte Akkreditierung der Studiengänge.

Das neue Kooperationsabkommen gilt zunächst für vier Jahre und schafft damit eine verlässliche Grundlage für die weitere Entwicklung der dualen Bachelorstudiengänge in Ostbelgien.